Zusammenfassung
Die Spieltheorie untersucht, wie rationale Akteure Entscheidungen treffen, wenn ihr Ergebnis nicht nur vom eigenen Handeln, sondern maßgeblich von den Entscheidungen anderer abhängt.
Die Spieltheorie ist ein Teilbereich der Entscheidungstheorie, der sich mit der Analyse strategischer Entscheidungen in interaktiven Mehrpersonensituationen befasst. Während die klassische Entscheidungstheorie Individuen gegen eine „neutrale“ Umwelt betrachtet, modelliert die Spieltheorie Szenarien, in denen sich die Akteure wechselseitig beeinflussen. Begründet wurde sie in den 1920er-Jahren von John von Neumann, der Parallelen zwischen Alltagsentscheidungen und Gesellschaftsspielen mit klar definierten Regeln erkannte.
Die folgenden Seiten führen schrittweise durch die zentralen Konzepte – von den Grundbegriffen über Strategien und Dominanz bis hin zum Nash-Gleichgewicht und der Pareto-Effizienz.
Die einzelnen Kapitel
Einleitung
Ursprung, Abgrenzung zur individuellen Entscheidungstheorie und die Grundvoraussetzungen Rationalität und Common Knowledge.
Grundbegriffe
Spieler, Strategien, Auszahlungen sowie die Darstellungsformen Normalform und Extensivform.
Strategien & Dominanz
Aktion versus Strategie, reine und gemischte Strategien sowie strenge und schwache Dominanz.
Gefangenendilemma
Das bekannteste Beispiel der Spieltheorie: individuell rationales Handeln führt zu kollektiv schlechten Ergebnissen.
Nash-Gleichgewicht & Pareto-Effizienz
Individuelle Stabilität versus kollektive Optimalität – und der Konflikt zwischen beiden.
Nash-Gleichgewicht & dominante Strategien
Der Zusammenhang zwischen dominanten Strategien und dem Nash-Gleichgewicht sowie dessen Identifikation in der Bimatrix.